Das Office-Paket Microsoft 365 kann von Unternehmen, Behörden und Schulen nicht rechtskonform eingesetzt werden, jedenfalls nicht ohne zusätzliche technische Maßnahmen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Datenschutzbewertung, die die unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder auf ihrer 104. Datenschutzkonferenz verabschiedet haben.

https://www.heise.de/news/Datenschutzkonferenz-Microsoft-365-ist-und-bleibt-datenschutzwidrig-7352065.html

In Österreich und vor allem im Bildungsministerium ist man da ganz anderer Meinung. Das wird so lange gut gehen, bis es Eltern gibt, die den Datenschutz einklagen. Dann könnte ein richterliches Urteil sehr schnell ein generelles Verbot von MS-365 in Schulen verhängen. Warum nimmt man dieses Risiko in Kauf? Es gibt durchaus dsgvo-konforme Alternativen für Schulen (EDUcloud-Austria, eduvidual,…), aber die haben keine Priorität oder sind (bewußt?) unterfinanziert.

„Sind die Kinder bzw. Eltern in Zukunft gezwungen, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der IT-Unternehmen zuzustimmen, um vollumfänglich am Schulleben teilnehmen zu können?“

https://digitalcourage.de/blog/2020/datenfresser-an-schulen

Es braucht ein radikales Umdenken der Digitalen Souveränität im Bildungsbereich in Österreich. Der Lobby-Einfluss von Microsoft, Google, Apple & Co muss zurückgedrängt werden. Die Verwendung amerikanischer Plattformen sollte im Bildungswesen keine Empfehlung sondern Verboten sein.

https://www.heise.de/news/Datenschutzkonferenz-Microsoft-365-ist-und-bleibt-datenschutzwidrig-7352065.html

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