Beim 39. Chaos Communication Congress hat der Autor Marc-Uwe Kling zum Digital Independence Day aufgerufen. (Video am Ende des Beitrags)
Der Tag soll den Auftakt bilden für eine „entspannte Rebellion“ – eine Bewegung weg von monopolistischen, beherrschenden Tech-Giganten und digitalen Autokraten hin zu mehr Selbstbestimmung in unserem digitalen Alltag.
Ziel des DI.Day ist es, digitale Souveränität zu fördern und sich Schritt für Schritt von der Abhängigkeit großer Technologie-Konzerne zu lösen. Jeden 1. Sonntag im Monat soll Raum entstehen, um innezuhalten, das eigene Online-Verhalten zu reflektieren und – wo immer möglich – auf offene, datenschutzfreundliche und demokratieverträgliche Alternativen umzusteigen.
Weniger Konzernmacht, mehr Selbstbestimmung und Kontrolle über die eigenen Daten – dafür steht diese Initiative. Jede und jeder kann so einen kleinen, aber bedeutenden Beitrag leisten, unsere Demokratie zu stärken und den Druck für eine gemeinwohlorientierte Digitalpolitik zu erhöhen.
Die Frage, wo man beginnen soll, hängt davon ab, wie schnell man unabhängiger werden möchte. Ein paar praktikable Einstiegspunkte:
- Bücherkauf: Unterstützen Sie lokale Buchläden statt Amazon
- Browserwahl: Verwenden Sie Firefox statt Edge oder Google Chrome und installieren Sie einen Werbeblocker wie uBlock Origin.
- E-Mail-Programm: Nutzen Sie Thunderbird statt Outlook. Das gilt auch für Ihr Handy, da Outlook im Hintergrund Ihre Mails mit Microsoft synchronisiert. (Quellen: https://borncity.com/blog/2023/11/16/neue-outlook-app-microsoft-uert-sich-zu-bertragenen-zugangsdaten/ https://blog.runbox.com/2025/05/outlook-stores-email-in-microsoft-cloud-what-you-need-to-know/)
- Messaging: Installieren Sie zusätzlich zu Ihrem bestehenden Messenger Signal. So merken Sie, dass dort mehr Menschen aktiv sind; nach einigen Wochen können Sie den alten Messenger deinstallieren.
- Freie Software: Für viele digitale Aufgaben reicht Open-Source-Software; sie ist oft den proprietären Alternativen überlegen und trackt Sie nicht.
- Social Media: Wenn Sie sozial vernetzt sind, richten Sie sich ein Mastodon-Konto ein. Dort wird in der Regel konstruktiv diskutiert und Falschmeldungen sind seltener.
- Suche: Wechseln Sie zu einer datenschutzfreundlichen Suchmaschine – die Auswahl ist groß.
- E-Mail-Anbieter: Überlegen Sie, den Provider zu wechseln.
Hier gibt es einen Fahrplan zu einem freieren digitalen Leben:
https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-dein-fahrplan-fuer-ein-freieres-digitales-leben-teil-1
unplugTrump ist zwar schon fast ein Jahr alt, aber immer noch aktuell:
https://www.kuketz-blog.de/unplugtrump-mach-dich-digital-unabhaengig-von-trump-und-big-tech
nicht zu vergessen die Empfehlungsecke:
https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/ oder auch europäische Alternativen für digitale Produkte
Links:
https://european-alternatives.eu/de
https://text.tchncs.de/hdvalentin/digitale-unabhaengigkeit
https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-dein-fahrplan-fuer-ein-freieres-digitales-leben-teil-1
https://netzpolitik.org/2025/unplugtrump-so-wirst-du-unabhaengig-von-tech-milliardaeren/
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