Viele Schulen erhalten die Geräte bereits zu Schulbeginn. Bei uns hat es deutlich länger gedauert. Darüber bin ich aber sehr froh, da die neuen SuS. in den ersten Wochen mit vielem noch überfordert sind. Je später die Geräte kommen, desto so besser.
Wir haben Anfang Jänner die 150 Geräte für unsere neuen SuS. erhalten. Wie seit mehreren Jahren üblich überspielen wir hier die vorhandene Windowsversion mit dem Freien Open Source Betriebssystem Linux. In diesem Schuljahr haben wir die Distribution von Ubuntu auf Debian 13 gewechselt.
Die Geräte (Lenovo ThinkPad X13 Yoga Gen 1) sind aus technischer Sicht sehr gut.
- Displaygröße: 13,3 Zoll
- Bildschirmauflösung: 1920 x 1080 Pixel
- CPU-Modell: Intel Core i5-10210U
- Arbeitsspeicher: 16 GB
- Speicherkapazität: 250 GB
Alle haben Touch-Funktion und auch einen Stift dabei. Darüberhinaus haben sie 4 Jahre Garantie.
Die Installation war wie immer relativ einfach und dauert für alle 150 Geräte ca. sechs Stunden. Für die Installation setzte ich mittlerweile immer eine eigene FOG-Instanz in einem abgeschotteten Netz (ein Switch mit 8 Ports) auf, weil die Geräte ohne Rückfrage automatisch das Image aufgespielt bekommen, sobald sie über das Netz booten. Das ist einfach umzusetzen, indem man bei den Menüeinstellungen in FOG bei „fog.deployimage“ das „Default Item“ ankreuzt. Bei den Parametern wird der Login noch automatisiert. Das Bildschirmfotos zeigt die Einstellungen:

Spannend war, dass die Geräte über keine LAN-Schnisttstelle verfügen. Das war aber kein Problem, weil ich mehrere USB auf RJ45 Adapter habe. Damit kann man problemlos über PXE-boot starten und das Image aufspielen. Bevor das klappt muss ich aber im BIOS Secure-Boot deaktivieren. Das komplette Image mit jeglicher Software hat knappe 18 GB. Das Aufspielen der Daten dauert inklusive PXE-Boot keine zwei Minuten. Kurzer Blick ob der Rechner auch hochfährt und ob’s offensichtliche Mängel gibt. Herunterfahren – fertig.
Die Eingabe mit dem Stift funktioniert sehr gut. Xournal++ ist ein praktisches Tool dafür. Das installierte Joplin kann auch handschriftliche Notizen aufnehmen.

Hier noch ein Screenshot nach dem Login für den Standardbenutzer „Schueler“, der selbstheilend ist.

MDM mit ansible-pull hat sich sehr bewährt. Alleine in der Unterstufe werden damit ca. 600 Linux-Geräte verwaltet. Dann kommen da noch ca. 200 Linux-Geräte (Klassengeräte, EDV-Saal, Konferenzimmer,…) der Schule dazu.
Ansible skaliert problemlos und die Installation ist für Eltern, SuS. und LuL. vollkommen transparent und nachvollziehbar. Im Sinne des Open Source Gedankens stehen diese Skripte auch anderen Schulen/Institutionen zur freien Entnahme zur Verfügung. (https://gitlab.com/osos_client/Debian_Ansible_Client/)
Weitere Infos zur Geräteinitiative mit Linux gibt’s hier: https://linux-bildung.at/2023/03/geraeteinitiative-und-linux/ bzw.
2 Kommentare
lehrer · 23.01.2026 um 09:25
Welche Geräte wurden konkret verwendet? Danke.
admin · 23.01.2026 um 09:30
Danke für die Frage. Ich habe die Info im Artikel ergänzt.
Lenovo ThinkPad X13 Yoga Gen 1