Wie im letzten Artikel bereits kurz am Schluss skizziert, kann ein einfacher Kinderschutz für alle (und somit auch für auf Linux basierende Devices) direkt am hauseigenen Router eingerichtet werden. Die notwendigen Schritte zur erfolgreichen Konfigurationen werden am Beispiel einer FRITZ!Box 7530 AX gezeigt.
Dazu muss unter Internet -> Filter zuerst einmal ein neues Zugangsprofil erstellt werden – nennen wir es „Geraeteinitiative“ oder „Kinder“:

Über einen Zeitplan können für jeden Tag exakte Uhrzeiten definiert werden, an denen die Nutzung des Internets möglich sein soll:

Alternativ zum Zeitplan oder auch ergänzend kann ein Zeitbudget definiert werden. In diesem kann die Nutzung an bestimmten Tagen auf eine maximale Dauer begrenzt werden:

Bei der Filterung von IP-Adressen muss man zwischen dem Blacklist-Modell und dem Whitelist-Modell unterscheiden. Blacklists umfassen all jene Webseiten, die explizit gesperrt sein sollen. Whitelists hingegen umfassen all jene Webseiten, die immer angesteuert werden dürfen (alle anderen werden gesperrt).

In meinem Test habe ich 4 Ausnahmen in einer Whitelist definiert, die von dem geschützten Endgerät aus immer aufgerufen werden können sollen:

Von der Möglichkeit verschiedene Netzwerkanwendungen zu sperren (z.B. das Mail-Protokoll) habe ich nicht Gebrauch gemacht:

Wichtig ist nun, dass man für das neu erstellte Zugangsprofil auch das passende Gerät hinzufügt:

Das Gerät „IKT-test“ ist nun erfasst und es können nun nur mehr jene Webseiten angesteuert werden, die in der Whitelist definiert sind. Würde man bei folgendem Screenshot zusätzlich auf „Sperren“ klicken, wären alle Webseiten gesperrt (auch die definierten Ausnahmen der Whitelist).

Hier sieht man eine Komplettsperre, die meines Erachtens in diesem Setting aber nur für Testzwecke interessant bzw. relevant ist:

Am Client (in unserem Fall am Schülergerät) zeigt der Webbrowser nun eine entsprechende Hinweis-Seite an, dass der Zugriff auf die gewünschte Webseite seitens der FRITZ!Box gesperrt ist:

In meinem Test ist es vorgekommen, dass bei der aktivierten Filterung von Internetseiten auch zugelassene Seiten nicht immer verlässlich geöffnet wurden. Alle verwendeten Browser haben dann eine SSL-Fehlermeldung ausgegeben und die Webseite nicht wie gewünscht geladen:

In einem Forum habe ich dazu heraus gefunden, dass hier ein Konflikt mit der ebenfalls aktiven Zeitsteuerung in der FRITZ!Box vorliegen könnte. Nach Deaktivieren der Zeitsteuerung in der FRITZ!Box, erneutem Testen der Internetsperre und anschließender Reaktivierung der Zeitsteuerung hat bei mir im Test die FRITZ!Box dann zu 100% verlässlich ihren Dienst verrichtet.
Die FRITZ!Box eignet sich somit für eine Zeitsteuerung als auch für eine Sperre bestimmter Webseiten.
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