Im vorigen Artikel haben wir bereits kurz die Funktionen von LiFE Parental Control im Überblick beschrieben.
Nun wollen wir uns die Möglichkeiten näher anschauen wie man LiFE Parental Control auf seinem Linux basierten Gerät zum Laufen bringt.

Download
LiFE Parental Control kann von folgender GitHub-Seite heruntergeladen werden:
https://github.com/valueerrorx/LiFE-Parental-Control/releases
Wählen Sie bitte die zuletzt publizierte Version!
deb vs. AppImage
Die Software steht als Debian-Paket sowie als AppImage zur Verfügung.

Debian
Das Debian Paket installiert automatisch alle funktionalen Abhängigkeiten, installiert den Systemd-Service und integriert sich ins System und ins Startmenü.
Die Installation erfolgt hier über den folgenden Befehl bzw. über den Paketmanager ihrer Desktopumgebung
sudo apt install ./life-parental-control.deb
Damit ist die Installation der Applikation bereits abgeschlossen und LiFE Parental Control kann gestartet werden.
AppImage
Das AppImage verfolgt einen minimalistischen Ansatz, der maximale Portabilität und Unabhängigkeit ermöglicht, gleichzeitig aber mehr Eigenverantwortung beim Umgang mit Sicherheit und Updates erfordert.
Im Folgenden wird die Installation/Einrichtung des AppImages illustriert.
Am besten installiert man gleich zu Beginn die für LiFE Parental Control erforderlichen (möglicherweise fehlenden) Softwarekomponenten.
sudo apt install libfuse2t64 nodejs dnsmasq
Ausführungsrechte der AppImage Datei setzen
Im Dateimanager findet man nach dem Download die herunter geladene AppImage Datei:

Über einen Rechtsklick muss bei den Zugriffsrechten die Option ausgewählt werden, dass die AppImage Datei als Programm ausgeführt werden darf. Alternativ kann die Berechtigung natürlich auch über das Terminal erteilt werden.
sudo chmod +x LiFE_Parental_Control-1.1.2.AppImage

Start der AppImage Datei
Die AppArmor-Konfiguration auf Debian Systemen kann für den reibungslosen Start von AppImages dauerhaft angepasst werden.
echo 'kernel.apparmor_restrict_unprivileged_userns = 0' | sudo tee /etc/sysctl.d/99-userns.conf
sudo sysctl --system
Optional kann das AppImage auch einmalig aus dem Terminal mit –no-sandbox gestartet werden. Der dadurch erstellte Desktop Launcher enthält diesen Zusatz bereits.

Wir starten hier LiFE Parental Control direkt aus dem Download-Ordner. Im schulischen Betrieb bietet es sich an, die AppImage Datei in /opt/parental-control zu verschieben.
Ersteinrichtung von LiFE Parental Control (Eltern-Passwort)
Beim ersten Start von LiFE Parental Control wird beim Appimage der Systemd-Service installiert und die Verbindung zu diesem aufgenommen. Danach erscheint die Maske zur Festlegung des Eltern-Passwortes. Dieses ist in Zukunft für alle Änderungen in LiFE Parental Control erforderlich.

Die tiefgreifende Einschränkung des Systems überspringen wir vorerst einmal – eine detaillierte Erklärung dazu liefern wir in einem eigenen Artikel dazu. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich dieser Prozess an erfahrene Benutzer richtet und nur mehr mit erheblichem Aufwand rückgängig gemacht werden kann.

LiFE Parental Control Dashboard
Nachdem wir oben „Jetzt überspringen“ gewählt haben wird das Dashboard von LiFE Parental Contol geladen. Dieses zeigt die aktuellen Einstellungen des Web-Filters, der blockierten Apps, der App-Ausnahmen sowie der Bildschirmzeiten an.
Über das blau gehaltene Seiten-Menü gelangt man zu den einzelnen Modulen der Kindersicherung und deren Einstellungen. Hier findet man auch die globalen Einstellungen und Wartungsfunktionen von LiFE Parental Control, Passwort Einstellungen, Lockdown-Wizard und vieles mehr.

LiFE Parental Control Startmenü-Eintrag
Im Zuge des erstmaligen Starts richtet LiFE Parental Control automatisch einen Eintrag im Programme-Menü ein. Der Eintrag steht dann beim nächsten Start von LiFE Parental Control zur Verfügung.


0 Kommentare