Als im Februar 2025 die US‑Regierung den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag sanktionierte, erfuhren die Niederlande so direkt wie selten, was fehlende digitale Souveränität bedeutet. Das Dekret von Donald Trump, das als Reaktion auf die internationalen Haftbefehle gegen Israels Premier Benjamin Netanyahu und seinen damaligen Verteidigungsminister erlassen wurde, sperrte den Zugang des IStGH zu Microsoft-Diensten. Der damalige Chefankläger Karim Khan erhielt keine geschäftlichen E-Mails mehr und seine privaten und institutionellen Bankkonten in den betroffenen Gerichtsbarkeiten wurden in der Folge eingefroren. Es folgten weitere Sanktionen gegen Richter und Ankläger, zuletzt gegen die Präsidentin Tomoko Akane und den leitenden Anwalt Abdoulaye Seye.

Die Reaktion auf diese Erfahrung trägt den Namen Digitaal Autonome Workomgeving Overheid (DAWO). Dahinter verbirgt sich die Anstrengung, eine möglichst autonome Arbeitsumgebung für die niederländische Verwaltung aufzubauen. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur darum, Windows durch Linux zu ersetzen. DAWO soll langfristig auch Büro- und Kollaborationssoftware, Cloud-Dienste, Identitätsmanagement sowie die Infrastruktur zur zentralen Verwaltung der Systeme umfassen.

https://linuxnews.de/die-niederlande-bauen-souveraenen-linux-arbeitsplatz/

Wann haben wir den souveränen Linux-Arbeitsplatz in der Österreichischen Verwaltung? An unserer Schule gibt es ihn schon.

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