Die agile Alternative zu WDS für das Netzwerk-Image-Rollout ist schnell, sicher und zudem betriebsystem-agnostisch. Windows, Linux oder dualboot Systeme können mit einem FOG Server kosteneffektiv ausgespielt werden.

Schulen werden oft wie große Firmen behandelt und deren Netzwerke und Infrastruktur weisen einen Grad von Komplexität auf, der für die Schulen meist enormen Wartungsaufwand und hohe Kosten bedeutet ohne dabei einen besonderen Mehrwert zu liefern.

Wer sein Netzwerk, die Hardwareanforderungen und den Wartungsaufwand auf ein praktikables Minimum reduzieren möchte, muss ein wenig über den Microsoft Tellerand hinausblicken.

Im Folgenden werde ich eine alternative Netzwerkstruktur skizzieren und eine Anleitung für die Einrichtung einer der Core-Komponenten geben.

Im Zentrum des minmal Systems stehen selbstreinigende Linux-Images (zb. https://life-edu.eu/download.html ) die durch passwortfreien Login und eine umfassende Softwareauswahl für alle Unterrichtsbereiche den Schüler:innen reibungsloses Arbeiten an Schulcomputern erlauben. Private Daten und Einstellungen werden auf diesen Systemen nicht gespeichert, die Schüler:innen werden nach dem erfolgreichen Bootvorgang gefragt, ob sie ihren Netzwerkordner an der NAS (wahlweise auch den Nextcloud Ordner) verbinden möchten um ihre Arbeiten dauerhaft und hochverfügbar abzulegen. Das Rollout der Images macht FOG (https://fogproject.org/ ) Firewall und Contentfilter die lizenzkostenfreie, flexible OPNSense ( https://shop.opnsense.com/ )

FOG Project Server Install


https://life-edu.eu/download.html

Am LiFE 22.04 Image lässt sich der Installationsvorgang von FOG fehlerfrei in 2 Minuten durchlaufen.

Achtung ! Da bereits ein „nginx“ Webserver am LiFE System läuft kann der für FOG benötigte Apache2 nicht starten. (Port bereits belegt) Nginx muss vor der Installation enfernt werden.

Nginx entfernen und beenden:

sudo systemctl stop nginx.service
sudo systemctl disable nginx
sudo apt purge nginx-common

Install FOG

git clone https://github.com/FOGProject/fogproject.git

git checkout dev-branch // (dies war Sep 2022 bei ubuntu 22.04 notwendig)
cd fogproject/bin
./installfog.sh

  • chose „debian based“ 2
  • chose „normal“ N
  • chose „No“ (don’t change the default network interface) N
  • do not setup a router address. N
  • do not handle DNS N
  • do not use fog as DHCP N
  • no internationalization support N
  • no https N
  • don’t change hostname N
  • continue Y

Installation abwarten…

  • Webbrowser öffnen und and zu folgender Seite navigieren: http://localhost/fog/managment
  • „Install Database“ anklicken !
  • Terminal mit laufendem Installationsprozess wieder in den Vordergrund holen
  • Enter drücken um die Datenbankinstallation zu beenden

Setup abschließen…

  • Zurück zum Webbrowser und als Benutzer „fog“ mit Passwort „password“ einloggen.

You are ready to go!

Achtung: Password ändern :-)
Users → List all Users → Change password
Sollte sich die FOG Server IP ändern müssen die Einstellungen angepasst werden.
FOG Webinterface > „FOG Configuration“ > „FOG Settings“ > „TFTP Server“ or „WEB Server“

Gesamte Anleitung: FOG-Project-Image-Managing-Server-Anleitung.pdf

Der Imaging Prozess des gesamten Life Images auf ein in die Jahre gekommenes Notebook ist in weniger als 3 Minuten erledigt und das Gerät ist sofort einsatzbereit. Die Life Images können ohne Vorbereitung (sysprep oder ähnliches) von anderen Clients gezogen und in Folge distribuiert werden. Lizenzschlüssel gehören ebenso der Vergangenheit an wie Viren, Datenschutzbedenken oder langsam ladende, vollgemüllte Benutzerprofile.

Im folgenden Video wird der Imaging Prozess demonstriert.

Um den Vergleich noch sichtbarer zu machen wurde folgende Grafik erstellt. Die Corporate Seite bildet das tatsächliche Setup einer Schule ab:

Kategorien: HowToSoftware

1 Kommentar

XYZ · 12.03.2024 um 17:10

Sehr interessanter Beitrag!
Es gibt/gab ja vielerlei unterschiedlicher Ansätze um ein (Schul-)Netzwerk effizient und schlank zu gestalten. Meine Erfahrungen reichen da bis an Novell NetWare zurück. Auch das LeanLAN Konzept möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen. Trotz all der verschiedenen Ansätze – die allesamt für sich innovative Konzepte sind/waren bin ich der Meinung – einfach weil mir das meine Erfahrung gezeigt hat – dass sich keine Umgebung mit einer anderen Umgebung vergleichen lässt. Die Anforderungen am Standort A sind oft ganz andere Anforderungen als am Standort B, obwohl der gleiche Schultyp vorliegt. Unterm Strich blieb aber die klassische Windows Domäne – zumindest in meinen Aktionsfeldern. Grund: ich bin kein Don Quijote und nehme den Kampf gegen die Windmühlen nicht auf. Dennoch: toller und spannender Input und ich nutze die Gelegenheit wieder einmal um über meinen Tellerrand hinauszudenken.

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